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Welches Herbstblatt spricht dich an? Ein kunsttherapeutischer Impuls

Autorenbild: Julia Löwe
Julia Löwe
vor 4 Tagen
4 Min. Lesezeit
Herbstblattcollage, erstellt mit AI
Herbstblattcollage, erstellt mit AI

Vielleicht hast du schon ein Blatt ausgewählt. Wenn nicht, schau dir die vier Blätter auf dem Bild ganz in Ruhe an: Ahorn, Eiche, Birke und Kastanie. Welches zieht dich an? Es muss nicht das schönste sein. Nimm das, bei dem du innerlich hängen bleibst.


Bei diesem Test bekommst du von mir keine Auflösung im üblichen Sinn. Ich sage dir nicht, was dein Blatt über dich verrät. In der Kunsttherapie gibt es keine festen Bedeutungen: Rot bedeutet nicht für jeden dasselbe, und eine Form, die den einen beruhigt, wirkt auf den anderen vielleicht unruhig. Die Bedeutung findest du selbst. Darum bekommst du zu jedem Blatt ein paar Fragen. Nimm dir Zeit dafür, vielleicht mit einem Stift und einem Zettel daneben.

Übrigens: Dieser Text ist heute bewusst in der Du-Form geschrieben. In der Kunsttherapie und in der imaginativen Arbeit sprechen wir in großem Maße das Unterbewusstsein an, und das liebt das Du.


Das Ahornblatt

Das Ahornblatt hat eine markante Form mit spitzen Zacken. Im Herbst färbt es sich oft in kräftiges Rot, Orange oder Gelb, manchmal alles zugleich auf einem Blatt.


- Was siehst du, wenn du dieses Blatt anschaust?

- Wofür steht die Farbe Rot für dich?

- Was sagt dir die Form mit ihren Zacken und Spitzen?

- Gibt es eine Erinnerung, die dir zu diesem Blatt einfällt?


Das Eichenblatt

Das Eichenblatt hat einen gewellten, runden Rand und wird im Herbst braun. Bei jungen Eichen bleiben die trockenen Blätter oft den ganzen Winter am Zweig. Und weil Eichenblätter viele Gerbstoffe enthalten, verwittern sie nur langsam und liegen lange unter den Bäumen.


- Was vermittelt dir dieses Blatt?

- Was denkst du darüber, dass Eichenblätter oft so lange am Baum bleiben?

- Und was darüber, dass sie so lange unter dem Baum liegen, bevor sie zu Erde werden?

- Wie wirkt das Braun auf dich?


Das Birkenblatt

Das Birkenblatt ist klein, hat einen fein gezackten Rand und färbt sich im Herbst hellgelb. Es ist so leicht, dass schon ein kleiner Windstoß es davonträgt.


- Was fällt dir an diesem Blatt als Erstes auf?

- Was verbindest du mit dem hellen Gelb?

- Wie ist es für dich, dass dieses Blatt so leicht ist?

- Wohin würde es fliegen, wenn du es loslässt?


Das Kastanienblatt

Das Kastanienblatt ist groß und besteht aus mehreren länglichen Fingern, die von einem Punkt ausgehen wie eine Hand. Unter dem Baum liegen im Herbst die glänzenden Kastanien in ihrer stacheligen Hülle.


- Was siehst du in diesem Blatt?

- Woran erinnert dich seine Form?

- Was denkst du über die Kastanien, die in ihrer stacheligen Schale liegen?

- Hast du als Kind Kastanien gesammelt? Was kommt dir dabei in den Sinn?


Eine kleine kunsttherapeutische Übung für dich

Wenn du magst, nimm dir in den nächsten Tagen zwanzig Minuten Zeit:


1. Sammle bei einem Spaziergang ein Blatt, das dich anspricht. Es muss nicht eines aus dem Test sein.

2. Leg es vor dich und betrachte es eine Weile: die Farben, die Adern, die Ränder, vielleicht kleine Löcher oder Risse.

3. Male oder zeichne es. Es muss nicht schön oder genau werden. Nimm die Farben, nach denen dir gerade ist, auch wenn sie nicht zum echten Blatt passen.

4. Schau dir dein Bild zum Schluss an und schreib einen Satz dazu, der dir in den Sinn kommt.


Beim Gestalten zeigt sich manchmal etwas, das im Kopf noch keine Worte hatte. Das darf einfach da sein, ohne dass du es gleich verstehen musst.


Wie ich dich begleiten kann: Kunsttherapie, Psychotherapie und Hypnose

In meiner Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich mit Gesprächen, Kunsttherapie und Hypnose. Welche Wege wir gehen, richtet sich danach, was zu dir passt.


Kunsttherapie gibt den Themen den Raum, die sich schwer in Worten sagen lassen. Du brauchst dafür kein Talent und keine Vorerfahrung. Ich deute deine Bilder nicht für dich. Wir schauen sie gemeinsam an, und ich frage nach, was du darin siehst.


In der Hypnose bist du entspannt und trotzdem wach. Du behältst die Kontrolle und bekommst alles mit. In diesem ruhigen Zustand können wir positive Suggestionen verankern: innere Bilder, Sätze und Gefühle, die dich auf deinem Weg unterstützen.


Menschen kommen zum Beispiel zu mir mit diesen Themen:


- Stress und das Gefühl, nicht mehr abschalten zu können

- Grübeln und Gedankenkreisen

- Ängste und innere Unruhe

- belastende Erfahrungen, die immer wieder auftauchen

- Trauer und Abschiede

- der Wunsch, etwas in ihrem Leben zu verändern


In Elmshorn oder online

Du kannst zu mir in die Praxis nach Elmshorn kommen, oder wir arbeiten online per Video. Online-Hypnose und Kunsttherapie online funktionieren gut: Du bist zu Hause in deiner vertrauten Umgebung, mit deinen eigenen Stiften und Farben, und sparst dir den Weg. So ist Psychotherapie online auch dann möglich, wenn du weiter weg wohnst oder dein Alltag wenig Zeit für Fahrten lässt.


Wenn du weiterschauen möchtest


Wenn dich eine der Fragen nicht mehr loslässt oder du beim Malen gemerkt hast, dass da etwas ist, das du dir genauer anschauen möchtest, melde dich gern bei mir. In einem ersten Gespräch schauen wir in Ruhe, was du dir wünschst und welcher Weg für dich passen könnte.


Hinweis: Dieser Test ist ein Impuls zur Selbstreflexion und ersetzt keine Diagnose. Wenn es dir gerade sehr schlecht geht, wende dich bitte an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt oder an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos und rund um die Uhr).

 
 
 

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